Schweden 2001
eine Reise in der Vorsaison
von Donnerstag, 26. April bis Donnerstag, 24. Mai
- Teil 9 -

 

An der Nordspitze des Vänern-Sees ließen wir uns bei Säffle auf einem Campingplatz nieder, um den warmen Nachmittag zu genießen. Musikalisch begleitet hat uns ein Specht, der sich zwecks Erzeugung weit schallender Morsezeichen auf einem Strommast niedergelassen hatte und dort die Metallabdeckung bearbeitete. Ansonsten fanden sich nur wenige Gäste, so unter anderem ein Deutscher - der das Kennzeichen BM doch tatsächlich Bamberg zuordnete!!!

Campingplatz Duse Odde

Der Vänern-See ist Schwedens größter See mit einer Wasseroberfläche von 5650 km² und 153 Kubikkilometer Wasservolumen - ein Drittel des Süßwassers in Schweden. Er bietet 800 Inseln und 22.000 Schären und kleinere Inseln. Dort brüten 140.000 Vögel aus ca. 60 verschiedenen Arten, die sich unter anderem von den 35 Fischarten im See ernähren können.

schmiedeeiserne Lebensbäume an der Kirche von Ekshärad Dienstag, der 8. Mai war zum Fahrtag bestimmt - wir mussten etwas "Kilometer fressen", um weiter in den schwedischen Norden zu gelangen. Gelegenheit zur Rast bot aber - wieder einmal - eine Kirche, nämlich die in Ekshärad. Über dreihundert schmiedeeiserne Lebensbäume stehen hier.
Schließlich erreichten wir das nördlichste Ziel unserer Reise: den Siljan-See. Ein Campingplatz bei Orsa war geschlossen wegen Schäden durch Dauerregen. Der nahe gelegene Bärenpark, auf den wir doch gespannt gewartet hatten, ebenfalls - allerdings wegen der fehlenden Saison. In Mora konnten wir schließlich übernachten, waren aber auch fast die einzigen Gäste.

Die Kleinstadt Mora liegt auf einer Landenge zwischen Orsa- und Siljan-See. Hier war der Maler Anders Zorn (1860 - 1920) zu Hause, dem 1939 das Zorn-Museum gewidmet wurde. Gegenüber liegt der Zornhof, sein ehemaliger Wohnsitz.

Zorn-Museum in Mora
Dalarna-Pferdchen
Nur 10 km südlich liegt Nusnäs, das Zentrum der Dala-Pferdchen-Herstellung, ein Symbol für Schweden und ein touristisch beliebtes Mitbringsel. In verschiedenen Werkstätten kann man die einzelnen Arbeitsschritte bei der Herstellung des Dalarna-Pferdes miterleben - und dir Produkte natürlich auch kaufen.

Die Anfänge des Handwerkes liegen im 18. Jahrhundert. An Winterabenden schnitzten die Männer in ihrer Freizeit Figuren - meist Pferde - aus Holzstücken, die sie aus dem Wald mitgebracht hatten. Den Kindern diente es als Spielzeug. Während des 19. Jahrhunderts begann man damit, die Holzfiguren zu bemalen. Da sie auch bei anderen immer beliebter wurden, dienten die Figuren später häufig als Tauschmittel. Das Handwerk wurde bis heute bewahrt.

zurück ...

Schwedenkarte

weiter ...