Schweden 2001
eine Reise in der Vorsaison
von Donnerstag, 26. April bis Donnerstag, 24. Mai
- Teil 7 -

 

Wir testen aber nicht die Wasserqualität sondern begaben uns Richtung Brastad, ca. 15 km nördlich. Hier waren wir nicht die ersten Menschen - bereits vor 3.000 Jahren ritzten unsere Vorfahren Schiffe, Menschen, Fußsohlen und Wellenlinien in die Felsplatten am See. Was sie damit berichten wollten, ist wissenschaftlich unklar. Vielleicht religiöse, beschwörende Kultmalereien? Oder einfach Spielerei?

Die Rotfärbung der Bilder ist nicht original, soll aber dem Betrachter helfen, die Motive besser zu erkennen. Die Bezeichnung "Felsritzung" ist nicht ganz korrekt. Tatsächlich benutzte man einfache Werkzeuge aus hartem Gestein, um die Motive in den Granit zu schlagen und anschließend auszuschleifen. Das Alter der Abbildungen ermittelten die Archäologen durch den Vergleich mit bronzezeitlichen Grabbeigaben, wie z.B. Äxten und Schwertern.

Felsritzungen bei Tanumshede

Dolmen in Bottna

Kurz darauf in Bottna blieben wir in der Vorgeschichte: mitten in Wald und Wiesen waren vier Grabstätten zu finden: Hügelgräber, "domarringar" (Richterringe) und Dolmen mit Hinkelsteinumrandung.
Auf dem Weg zurück in die Neuzeit ging’s zunächst zur alten Kirche von Svenneby, die noch aus dem Mittelalter stammt. Es folgten einige kurze Sonntags-Spaziergänge (inzwischen schrieben wir den 06. Mai) in Fjällbacka und Grebbestad. Beide Orte sind touristisch voll erschlossen, besonders im Sommer zieht der Schärengarten und die gut erhaltene malerische Bebauung viele Gäste an.

Fjällbacka

Kirche in Gunnarsnäs In Gunnarsnäs besichtigten wir wieder eine Kirche. Die flache Holzdecke ist mit strahlenden Farben bemalt, an der Frontseite der Empore sind die zwölf Apostel abgebildet.

Innenraum der Kirche von Gunnarsnäs

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