Schweden 2001
eine Reise in der Vorsaison
von Donnerstag, 26. April bis Donnerstag, 24. Mai
- Teil 2 -

 

Am nächsten Tag ging’s über die A7 weiter nach Dänemark, trotz Maul- und Klauenseuche völlig ohne Grenzkontrollen. Legoland war unser Ziel - und dieser Abstecher bis zum Ort Billund hat sich auch für uns Erwachsene voll und ganz gelohnt.

Für rund 40 DM Eintritt gibt’s jede Menge Spaß und Attraktionen. Zunächst einmal das Miniland - die ganze Welt im Miniformat aus Millionen von Lego-Steinen. Hier schippern auch Miniboote gemütlich umher, es gibt einen Flughafen, eine Safari mit wilden Tieren und eine Monorail, die einen Blick von oben ermöglicht.

Amsterdam im Lego-Land
Flughafen aus Legosteinen

Das Piratenland ist geprägt von Pulver und Pistolen, Kugeln und Kanonen, Mast- und Schotenbruch. Eine aufregende Bootsfahrt führt durch die Felsengrotte, wo Schätze und Scharmützel warten. Abenteuerliche Felsen, Schluchten und Dschungelpfade gilt es im Adventure Land zu meistern; Indianer, Goldgräber und Cowboys treiben sich in Legoredo-Town herum. Und im Duplo Land werden auch die Kleinsten unterhalten.

im Duplo-Land
Mittlerweile war Sonntag der 29. April und eigentlich sollte nun unser eigentliches Ziel, also Schweden, an der Reihe sein. Aber da war noch ein Hindernis zu überwinden ...

Aus Nordamerika sind wir daran gewöhnt, dass im Wohnmobil ein Gas-Tank vorhanden ist, der während der Reise beliebig oft und an jeder Tankstelle aufgefüllt werden kann. In Deutschland gab’s aber nur zwei Gasflaschen mit insgesamt 22 kg Gas. Und der Vermieter bestand auf Rückgabe der Originalbehälter - wo man in Schweden doch sowieso so große Probleme mit Gas-Nachschub haben soll. Ob das stimmt haben wir nicht feststellen können.

Uns sagte die Menge Gas rein gar nichts. Können wir damit heizen, kochen, Wasser zum Duschen erwärmen? Und das vier Wochen lang? Keine Ahnung! Auch kein Rat vom Vermieter! Also hatten wir beschlossen, alles möglichst mit Strom zu erledigen. Da wir ohnehin auf Campingplätzen nächtigen wollten, eigentlich kein Problem. Nur eins hatten wir nicht bedacht: bei gleichzeitigem Betrieb eines kleinen Heizgerätes, des Warmwasserkochers und des Föns brannten die (Haushalts-)Sicherungen für den Wohnmobil-Aufbau durch. Kein Strom mehr! Und uns war auch sehr unklar, ob dies sich eventuell negativ auf die Batterien auswirken könnte? Verschiedene Tankstellenbesuche in Dänemark brachten weder Hilfe noch die Lösung. Also wurde beschlossen "Wir fahren zurück nach Deutschland!".

Nahe Flensburg suchten wir einen Übernachtungsplatz und kamen so noch zum Vergnügen, Glücksburg und das Schloss näher zu betrachten.

Montag, der 30. April, brach an und wir auf zum gut erreichbaren Wohnmobil-Händler. Was wir in der deutschen Servicewüste übersehen hatten: es war der "Brückentag" zum 1. Mai!

Um es kurz zu machen: beim Wohnmobil-Händler hatte die Werkstatt geschlossen, die nahe gelegene Renault-Werkstatt hatte zwar geöffnet, sah sich trotz Wohnmobil-Abteilung aber nicht zur Hilfeleistung in der Lage. Schließlich erbarmte sich ein im ebenfalls geschlossenen Elektrohandel zufällig anwesender freundlicher Herr und besorgte aus dem Lager zwei neue Sicherungen, die aber mangels Personal selbst eingebaut werden mussten. Auch das haben wir geschafft und dann ging’s endlich wieder zurück über Dänemark nach Schweden.

Gut 230 DM sind fällig, wenn man mit einem Wohnmobil zunächst über die knapp 6.800 Meter der Storebelt-Brücke und dann über die Öresund-Brücke mit stolzen 16 Kilometern Länge fährt.

Öresund-Brücke

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Schwedenkarte

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